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BEFESTIGUNGSANLAGEN VON NYSA
Nysa verfügt über ein bemerkenswert gut erhaltenes Befestigungssystem. Die meisten der erhaltenen Bauwerke stammen aus dem 17. Jahrhundert, obwohl die ersten Holz- und Erdbefestigungen Nysa bereits in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts umgaben. Umfangreiche Befestigungsarbeiten wurden während der Habsburgerzeit durchgeführt (damals gehörte Nysa zum Königreich Böhmen). Weitere Umbauten erfolgten unter preußischer Herrschaft, als Friedrich II. die strategische Lage Nysas erkannte und die Stadt in eine mächtige, moderne Festung umbaute. Trotz zahlreicher Schäden ist die Festungsanlage heute ein einzigartiges Beispiel für Festungsbaukunst und -architektur. Derzeit werden ausgewählte Befestigungsanlagen, die sich über rund 80 Hektar erstrecken und auf einem etwa 230 Hektar großen Gelände liegen, restauriert.
Die bekannteste Befestigungsanlage ist Fort Preußen, erbaut zwischen 1743 und 1745 und später durch ein System von Minenabwehrtunneln erweitert. Ab 1859 diente es als Kaserne, später als Gefängnis und ab 1914 als Militärlager. Die Festung sollte Gebiete sichern, von denen aus
Artilleriebeschuss erfolgen konnte. Die Festung hat die Form eines fünfzackigen Sterns und verfügt über zweistöckige Kasematten im Inneren sowie einen Brunnen im Innenhof. Der Festungstor ist von einem Trockengraben umgeben, in dem ein Fragment einer Zugbrücke erhalten ist. 1907 wurde vor dem Tor ein Wasserturm errichtet, wodurch die angrenzenden Erdwälle zerstört wurden.
VIRTUELLER SPAZIERGANG AUF DEM FESTUNGSWEG IN NYSA