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TURM IN KRAPKOWICE
Der Krapkowice-Turm, auch bekannt als Oberer Torturm oder Prudnik-Torturm, wurde in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts aus Bruchstein erbaut und um 1580 wiederaufgebaut. Es handelt sich um einen rechteckigen, dreistöckigen Bau mit einem Tonnengewölbe im Untergeschoss. Der Turm war Teil der Stadtbefestigung und einer der Türme des oberen, westlichen Tors, von dem aus die Straße nach Prudnik, Nysa und Kłodzko führte. Er diente als Befestigung des Zollhauses, wo Waren vor dem Einfahren in die Stadt abgefertigt wurden.
Krapkowice besaß drei weitere solcher Tore: das nördliche (Oppeln-Tor), das östliche (Strzelce-Tor), das Oder-Tor (auch Niedriges Tor genannt) und das südliche Tor (Koźle-Tor). Diese wurden im 19. Jahrhundert abgerissen. Des Weiteren wurde 1895 der südliche Teil der Stadtmauer, dessen Überreste noch heute sichtbar sind, vom oberen Tor abgetrennt.
2019 wurde das Gebäude umfassend saniert und erhielt eine neue Aussichtsplattform. Von dort aus hat man neben dem Stadtpanorama auch Blick auf den St. Annaberg und das Zuckmanteler Bergland (bei schlechtem Wetter hilft ein auf der Plattform montiertes Fernrohr bei der Beobachtung). Mauern und Dachboden wurden erneuert und gesichert. Im Zuge der Renovierung wurden außerdem eine professionelle Beleuchtung, Vitrinen in den Ausstellungsräumen auf jeder Etage und ein ganzjährig geöffneter Touristeninformationspunkt eingerichtet. Ein besonderes Souvenir vom Besuch des Turms ist eine handgefertigte Papierkarte aus der örtlichen Papiermanufaktur „Czerpuś“.
2007 wurde der Krapkowice-Turm vom Ministerium für Kultur und Nationales Erbe mit dem Titel „Gut erhaltenes Denkmal Anno Domini 2007“ ausgezeichnet. Dies sicherte ihm einen Platz unter den 18 am besten erhaltenen historischen Gebäuden Polens. Von hier aus ertönt täglich um 12 Uhr das Trompetensignal von Krapkowice.