KIRCHE DES HEILIGEN NIKOLAUS IN KRAPKOWICE

Die erste schriftliche Erwähnung der St.-Nikolus-Kirche in Krapkowice stammt aus dem Jahr 1330. Sie wurde vermutlich an der Stelle einer zuvor bestehenden Holzkirche errichtet, doch dies ist lediglich eine Hypothese, die auf mündlichen Überlieferungen der Einheimischen beruht. Sie zählt zweifellos zu den ältesten Gebäuden Krapkowices. Die heutige Architektur stammt aus dem späten 14. Jahrhundert. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche mehrmals umgebaut, wobei sie bis heute gotische Elemente bewahrt hat, darunter Rippengewölbe im Chorraum und einige Skulpturen an der Fassade. 1722 wurde die Stadt von einem Großbrand heimgesucht, der auch die Kirche in Mitleidenschaft zog. Dank des Einsatzes des damaligen Pfarrers konnte die Kirche mit finanzieller Unterstützung des Krapkowice-Besitzers, des Ritters Hans von Redern, restauriert werden. Nördlich der Kirche schließt sich ein Turm mit einer markanten Kuppel an. Das Kircheninnere ist mit zahlreichen historischen Elementen geschmückt, darunter ein steinernes Taufbecken aus dem 16. Jahrhundert, eine klassizistische Barockkanzel und zahlreiche Grabinschriften. Die Kirche beherbergt zudem eine historische, reich verzierte Monstranz aus dem Jahr 1744. Besonders sehenswert sind auch die Buntglasfenster im Kircheninneren. Das Schloss Krapkowice befindet sich in unmittelbarer Nähe.