EVANGELISCH-AUGSBURGISCHE KIRCHE ST. JOHANNES DER TÄUFER IN OZIMEK

Die Evangelisch-Augsburgische Kirche St. Johannes der Täufer in Ozimek entstand an diesem Standort infolge der Entwicklung der örtlichen lutherischen Gemeinde und der nahegelegenen Königlichen Malapane-Eisenwerke. Der Grundstein wurde 1819 gelegt, der Bau im April 1821 abgeschlossen. Konzept und Architektur der Kirche stammen von Karl Friedrich Schinkel, einem renommierten deutschen Architekten und Stadtplaner, der unter anderem das Alte Museum in Berlin und das Alte Stadtwachhaus in Dresden entwarf. Schinkels bekannter Rundbogelstil

ist charakteristisch für sein Werk und findet sich immer wieder. Die gesamte Struktur der Kirche in Ozimek spiegelt Schinkels Konzept der sog. Normalkirche wider. In den 1840er Jahren wurde ein Turm hinzugefügt, der den Stil von K. F. Schinkel stark widerspiegelt. Auch die ursprüngliche Innenausstattung der Kirche wurde von diesem renommierten Architekten entworfen. Sie umfasste Elemente, die vollständig in den örtlichen Königlichen Malapane-Eisenwerken gefertigt wurden, wie beispielsweise die Empore. Leider wurde das Kircheninnere 1988 durch einen Brand zerstört. Die Chorbalustrade und die Fensterrahmen sind erhalten geblieben. Derzeit finden Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten an der Kirche statt, die bis heute zu den Kirchen der Evangelisch-Augsburgischen Gemeinde gehört.