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ALTE SYNAGOGE IN OPPELN
Das ehemalige Synagogengebäude der jüdischen Gemeinde Oppeln, bekannt als die „Alte Synagoge“, befindet sich in der ul. Szpitalna. Ihre Geschichte beginnt im Jahr 1841, als dank des Engagements der örtlichen jüdischen Gemeinde der erste Tempel für die Juden von Oppeln errichtet wurde. Das ehemalige Synagogengebäude, gelegen in einer Reihe von Mietshäusern oberhalb des Mühlgrabens in Oppeln, war rechteckig mit Satteldach und Arkadenfassade. 1893 wurden zwei Anbauten hinzugefügt, entworfen von Feliks Henry, einem Architekten aus Breslau, der später auch die Neue Synagoge auf der Pasieka-Insel in Oppeln entwarf. Das Gebäude beherbergte eine Schule, die Verwaltung der jüdischen Gemeinde und im ersten Stock einen Gebetsraum. Da die Synagoge mit der Zeit für die Gemeinde zu klein wurde, beschloss man den Bau einer neuen Synagoge. Aufgrund des enormen Finanzbedarfs musste die Alte Synagoge verkauft werden. Anfang 1897 ging sie an die renommierte Druckerfamilie Raabe, die dort ihre Lithografiewerkstatt einrichtete. Der Verkaufserlös ermöglichte die Fertigstellung der neuen Synagoge auf Pasieka. Der letzte Gottesdienst in der Alten Synagoge fand im Juni 1897 statt.
Wahrscheinlich verdankt das Gebäude seinen Verkauf und den Verlust seiner religiösen Funktion dem schrecklichen Schicksal der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938. In den Nachkriegsjahren beherbergte es die Büros der Polnischen Arbeiterpartei, später eine Buchhandlung und ein Lager. In den 1970er Jahren wurde das Innere der Alten Synagoge umfassend umgestaltet. Fragmente der einstigen Buntglasfenster sind bis heute erhalten.
Derzeit befindet sich hier der Sitz der regionalen Niederlassung des polnischen Fernsehsenders TVP in Oppeln. Das Innere ist für Besucher geschlossen.