KIRCHE DES HEILIGEN NYSA

Kirche des in Nysa ist eines der größten religiösen Bauwerke der Stadt und eine der Perlen des Barock in ganz Schlesien. Ihre Geschichte ist eng mit dem Grabesorden verbunden, der um die Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert nach Nysa kam. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte der Orden häufig seinen Sitz innerhalb der Stadt Nysa. Zwischen 1708 und 1713 wurde ein neues Klostergebäude errichtet, und 1719 begann der Bau einer barocken Kirche. All dies wurde durch die Förderung des Breslauer Bischofs Franz Ludwig von Neuburg ermöglicht. Der reich verzierte Innenraum, die exquisite Orgelmusik und die illusionistischen Gemälde der Kirche sollten jeden Besucher in ihren Bann ziehen und die Lutheraner zur Rückkehr zum katholischen Glauben bewegen. Der Entwurf der Kirche stammte von Michał Klein, und ab 1728 leitete Feliks Antoni Hammerschmidt die Bauarbeiten. Dieses Juwel des Nyser Barockstils ist stark von der tschechischen Architekturschule Kilian Ignaz Dientzenhofers beeinflusst, einem der Architekten der Prager Kleinseitenkirche. Die Architektur zeichnet sich durch einen hallenartigen Innenraum mit segelförmigen Gewölben aus. Die Gemälde wurden von den damals berühmten Brüdern Scheffler geschaffen. Die illusionistischen Darstellungen zeigen Szenen mit Bezug zum Heiligen Kreuz. Der Grabesorden konzentrierte sich auf

die Verehrung des Heiligen Grabes und des Heiligen Kreuzes als eine der wichtigsten christlichen Reliquien. Die weitere Geschichte von Kirche und Kloster umfasst unter anderem die Säkularisierung im Jahr 1810, woraufhin die Kirche kurzzeitig als Seifenfabrik und das Kloster als Krankenhaus genutzt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg dienten Kirche und Kloster bis 1997 als Höheres Theologisches Seminar. 1999 wurde die Pfarrei St. Peter und Paul gegründet.