SUCHY BÓR

Dieses inmitten von Wäldern gelegene Dorf wurde 1773 auf Erlass des preußischen Königs Friedrich des Großen im Rahmen des Friedrichschen Kolonisationsprogramms gegründet. Es ist das jüngste Dorf der Gemeinde Chrząstowice.

Aufgrund seiner Lage gilt es als Pendlerort für Oppeln. Das günstige Mikroklima und die Nähe zur Stadt machen es attraktiv. Die Umgebung und die durch das Gebiet verlaufenden Radwege sind zweifellos eine Hauptattraktion. Neben der Freiwilligen Feuerwehr, die sich aktiv bei Jugendlichen und Erwachsenen engagiert, beherbergt das Dorf auch den DFK-Kreis, den Dorfentwicklungsverein Suchy Bór, den Volleyballverein Volley Chrząstowice, der Volleyball fördert, und den 50+-Club, der aktive Menschen über 50 zusammenbringt. Im Dorf finden Nordic-Walking-Veranstaltungen, Wanderungen und zahlreiche Treffen, Sonderveranstaltungen, Workshops und Sportevents statt.

Suchy Bór hatte einst eine evangelische Schule, doch die Zahl der katholischen Kinder wuchs so stark an, dass ein neues, zweiräumiges Schulgebäude benötigt wurde. 1928 konnte dieses errichtet werden. Es ist erwähnenswert, dass zu dieser Zeit Graf Michael von Matuschka Landrat von Oppeln war, der den Bau der Schule angeordnet hatte.

Matuschka, der der Beteiligung am Attentat auf Adolf Hitler verdächtigt wurde, wurde 1944 von den Nazis in Berlin hingerichtet. Es geschah am Fest der Kreuzerhöhung, das ihm, wie er selbst vor seinem Tod sagte, als tiefgläubigem Katholiken eine große Gnade bedeutete. Am 16. Juni 1984 wurde die Kirche in Suchy Bór zu Ehren der Kreuzerhöhung geweiht. Sie wurde 1981-82 in einer alten Tischlerwerkstatt errichtet. Nahe der Kirche, in der ul. Pawlety, befindet sich

ein bemerkenswerter Glockenturm aus Klinkerziegeln. Seine Glocke verkündete einst den Tod eines Bewohners.

1906-07 wurde am Ortsrand ein Ferienzentrum für Kinder mit Atemwegserkrankungen gebaut. Später wurde es in eine Rehabilitationsklinik für Kinder und Jugendliche mit Erkrankungen des Bewegungsapparates und des Nervensystems umgewandelt. Es war bis 2017 in Betrieb.

Auf dem Friedhof von Suchy Bór erinnert ein Denkmal an die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Nonnen sind in einem separaten Grab beigesetzt. Dreizehn Soldaten kehrten aus dem Ersten Weltkrieg nicht zurück, 47 starben im Zweiten Weltkrieg. Das Denkmal dient als symbolisches Grab für sie.

Das Dorfgemeinschaftszentrum befindet sich im Dorf und steht allen Einwohnern von Suchy Bór und ihren Gästen zur Verfügung. Zwischen Turnhalle und Dorfgemeinschaftszentrum liegen ein Fußballplatz und ein öffentlicher Pavillon. Angrenzend befindet sich ein Freizeitgelände mit Fitnessgeräten, Bänken, Tischen und Fahrradständern. Dank des Engagements des Vereins zur Entwicklung des Dorfes Suchy Bór wurde ein Mehrzweck-Sportplatz errichtet. Das Dorf verfügt außerdem über

einen Park-and-Ride-Platz.