GŁUCHOŁAZY

Malerisch am Fuße des Zuckmanteler Berglandes und an der Grenze zur Tschechischen Republik gelegen, besticht die Stadt des Ordens vom Lächeln durch zahlreiche historische Stadthäuser, die unter Denkmalschutz stehen. Die Ursprünge der Stadt reichen bis ins Mittelalter zurück. Fragmente der mittelalterlichen Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert sind erhalten geblieben und können beispielsweise in der ul. M. Curie-Skłodowska bewundert werden. Auch der imposante, 25 Meter hohe Haupttorturm ist einen Besuch wert. Um zur Aussichtsplattform zu gelangen, muss man über hundert Holzstufen erklimmen. Ebenfalls sehenswert sind die Kirche St. Laurentius aus dem 13. Jahrhundert und die Friedhofskirche St. Rochus,

die an der Stelle einer Kapelle aus der Zeit um 1350 errichtet wurde. Głuchołazy ist bekannt für seine Kurtradition. Der Ende des 19. Jahrhunderts gegründete Kurpark mit seinem Graduierungsturm und dem 2018 eröffneten, 15 Meter hohen Turm mit Terrasse zieht jährlich Hunderte von Touristen und Kurgästen an.

Südlich der Stadt befinden sich die beiden Naturschutzgebiete Nad Białką und Las Bukowy. Der Fluss Biała Głuchołaska fließt durch die Stadt.

Das Stadtwappen zeigt einen Ziegenkopf mit gewundenen, goldenen Hörnern. Ursprünglich bezog sich das Symbol auf den früheren Namen Ziegenhals (Kozia Szyja). Nach 1945 nahm die Stadt den Namen Głuchołazy an. Es ist kein Zufall, dass die Ziege im Wappen abgebildet ist. Einer Legende zufolge wurde die Stadt belagert, und die Einwohner mussten mehrere Wochen lang ihre Häuser verteidigen. Die Armee blockierte jedoch die Versorgung mit Lebensmitteln aus den umliegenden Dörfern, in der Erwartung, die Einwohner würden aufgrund von Hunger kapitulieren.

Daraufhin befahl der Bürgermeister, eine der letzten Ziegen zu schlachten und ihre Teile an verschiedenen Stellen der Stadtmauer aufzuhängen. Der Feind war überzeugt, dass die Stadt noch über ausreichende Lebensmittelvorräte verfügte, und gab die Belagerung auf.

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