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SCHLOSS ŻYROWA
Das zwischen 1631 und 1644 im Barockstil erbaute Schloss ist eines der größten frühbarocken Gebäude in der Region Oppeln. Im Laufe der Jahrhunderte wurde es jedoch mehrfach umgebaut, oft aufgrund der Notwendigkeit, es an seinen jeweiligen Zweck anzupassen. So diente es beispielsweise während des Dritten Schlesischen Aufstands als Quartier für Aufständische. Im Zweiten Weltkrieg beherbergte das Schloss die Militärarchive des Dritten Reiches. Das Schloss selbst blieb im Krieg unbeschädigt, sein Inneres wurde jedoch geplündert und verwüstet.
Nach dem Krieg wurde das Anwesen verstaatlicht. Dort entstand der staatliche Landwirtschaftsbetrieb Żyrowa, und das Schloss wurde vom Gesundheitsamt übernommen, das dort zunächst ein Kindersanatorium einrichtete, das später in ein Präventorium für tuberkulosegefährdete Kinder umgewandelt wurde. Das Gebäude wurde 1982 geschlossen und stand mehrere Jahre leer, unbewohnt, geplündert und vandalisiert. Heute erstrahlt das vierflügelige Gebäude langsam wieder in altem Glanz, befindet sich aber in Privatbesitz und kann nur von außen besichtigt werden.