KIRCHE DES HEILIGEN ERZENGELS MICHAEL IN ALT SCHALKOWITZ

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Die Geschichte der Kirche in Alt Schalkowitz in der Gemeinde Poppelau reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück, als laut Überlieferungen an dieser Stelle eine Holzkirche stand. Im Jahr 1822 wurde die Holzkirche durch einen Großbrand in Schalkowitz zerstört. Die heutige architektonische Form der Kirche stammt aus den Jahren 1825-1830. Leider sind keine Dokumente erhalten geblieben, die den Architekten der neuen Kirche identifizieren.

Karl Friedrich Schinkel, ein bekannter deutscher Architekt, beeinflusste jedoch zweifellos das

Erscheinungsbild der Kirche. Darauf deutet die Tatsache hin, dass das Gebäude viele Merkmale des von Schinkel entworfenen Musterentwurfs „Normalkirche” aufweist.

Der Bau der Kirche wurde hingegen von Ernst Samuel Friebel geleitet. Von der Beteiligung Schinkels am Entwurf zeugt eine erhaltene Zeichnung der Orgelprospekt mit Relief, dessen Motiv sich im Musterbuch des Meisters für Handwerker und Künstler wiederfindet.

In den 1930er Jahren wurde die Kirche umgebaut, unter anderem wurde das Kirchenschiff erweitert, ein neues Presbyterium errichtet und der Turm erhöht, wobei jedoch die charakteristischen Schinkel-Elemente erhalten blieben. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde das Innere mehrfach an die geltenden Vorgaben angepasst, unter anderem an die nachkonziliare Liturgie. Im Jahr 2012 wurde jedoch der ursprüngliche Charakter der Kirche in Siołkowice wiederhergestellt, die Altäre und die Kanzel wurden rekonstruiert und die Kassettendecke der Kirche wurde mit einer Dekoration versehen, die an das ursprüngliche Interieur anknüpft. Im Jahr 2020 wurde Kirche des heiligen

Erzengels Michael in Alt Schalkowitz in den neu geschaffenen Oppelner Architekturpfad von K.F. Schinkel aufgenommen.